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Die Einrichtung “Fahrdienst für Schwerstbehinderte” wurde ja mit Beginn des Jahres 2006 abgeschafft. Ersetzt wird sie durch eine “Beförderungspauschale” oder eine “individuelle Beförderungspauschale”. So gewaltig wie die Begriffe klingen, ist das Ergebnis allerdings nicht. Auch wenn es mit Sicherheit notwendig war, diesen Fahrdienst neu zu regeln, ist die Verwirrung nach mehr als zwei Jahren nicht viel weniger geworden. Immer wieder wird uns mitgeteilt, dass völlig unverständlich Gelder mal eben nicht mehr bezahlt werden. Die Anträge auszufüllen, bereitet immer noch Schwierigkeiten. Wer da kein festes Rückrat hat, bleibt zu Hause sitzen.

Worum es geht:

Durch die Neuregelung ist die Inanspruchnahme der Gelder für den Fahrdienst an das Einkommen gebunden, was vorher nicht so war: da entschied der Grad der Behinderung und dessen Notwendigkeit, einen Fahrdienst zu benötigen! Die Behörde hätte es gerne der Sozialhilfe gleichgesetzt. Dagegen haben sich viele Betroffene mit Erfolg gewehrt.

Die Behörde hat sich eine Viergliederung ausgedacht:

  • Taxigeld für erheblich Gehbehinderte (mit und ohne Hilfsmittel) 95,- €
  • Beförderungspauschale 1: für RollstuhlfahrerInnen, die auf ein Spezialfahrzeug angewiesen sind, aber nicht aus dem 3. Stock geschleppt werden müssen 120,- €
  • Beförderungspauschale 2: für RollstuhlfahrerInnen, die auf ein Spezialfahrzeug angewiesen sind und aus dem 3. Stock geschleppt werden müssen 160,- €
  • Befürderungspauschale, individuell: Abrechnung der einzelnen Kilometer bis zu einem Betrag von 500,- € monatlich gegen Vorlage der Quittungen

Wenn man dazu die Preise der Anbieter betrachtet, kommt das in etwa so hin, dass ein Betroffener 2-3 Fahrten im Monat hat. Vorher hatte er 2-4 Fahrten in der Woche.

Sehr schluderig ist die Liste von der Behörde gemacht, die im Internet zu finden ist: sie ist unvollständig und nicht aktuell. Problematisch ist aber , dass es nicht genug Fahrdienste und Fahrzeuge mit Rampen gibt, um die Fahrwünsche der Betroffenen zu erfüllen. Nur so ist es zu erklären, dass das DRK und Fa. Stambula den Satz immer noch preisgeben: “spontan geht gar nicht, melden sie sich bitte drei Wochen vorher an.” Dieser Satz gehört unserer Meinung nach der Vergangenheit an!

Das es auch anders geht, zeigen die Johanniter und einige private Fahrdienste.

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