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Ein gern diskutiertes Thema ist auch die Aufstellung des Rollstuhls im Bus! Die
Hintergründe: Über Jahre hindurch hat die LAG
(LandesArbeitsgemeinschaft Hamburg) in unermüdlicher Wiederholung die
Tatsache verbreitet, dass sich Rollstuhlfahrer rückwärts (gegen die
Fahrtrichtung an ein Polster!!) aufstellen müssen. Zu keiner
Zeit hat die LAG darüber reflektiert, dass es für viele Arten von
Rollstühlen überhaupt nicht möglich ist, sich gegen die Fahrtrichtung,
also rückwärts, aufzustellen. In den Arbeitsgruppen wurde der LAG immer
wieder mitgeteilt, dass sie das nicht zum Dogma machen solle. In jeder
neuen Broschüre war es aber immer wieder zu lesen. Auch der Hochbahn
wurde das so vermittelt. Diese fegte das zwar mit der Bemerkung: “wir
wissen schon, dass das nicht für alle möglich ist und keiner zwingt
einen Betroffenen” vom Tisch gefegt. Beseitigt wurde diese Vorgabe
nicht. Bei der PVG gibt einen Busfahrer, der RollstuhlfahrerInnen die
Einfahrt verwehrt oder auch zum Aussteigen zwingt, wenn man sich in
Fahrtrichtung aufstellt oder aufstellen will (geschehen April
2009). Wie diese Verzögerung die Fahrgäste begeistert, kann sich jeder
vorstellen. Vorgeschoben wird dann ein EU-Gesetz, das der Sicherheit
dient.
Nachdem es ja erlaubt ist,
auch mit Fahrrädern Bus zu fahren, fragen wir uns ernsthaft, wozu
dieses EU-Gesetz nötig ist: Zur Sicherheit bestimmt nicht, denn
Kinderwagen, Rollatoren und Fahrräder können ja weiterhin beliebig
irgendwo hingestellt werden.
Leider
kommt uns der Gedanke immer mehr, dass sich bei diesen und anderen
Regelungen eine schleichende, erneute Diskriminierung breit macht, die
momentan voll an den RollstuhlfahrerInnen ausgelebt wird.
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