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In vielen Städten sind die Buslinien schon flächendeckend mit Niederflurbussen ausgestattet. In Hamburg ist es fast so. Die Hochbahn hat es nur versäumt, ihren Subunternehmen eindeutige Vorgaben zu machen, dass sie niederflurig ausgestattet fahren müssen, wenn sie denn für den Verkehrsverbund unterwegs sein möchten.

Ein paar Beispiele:
Linie 340 wird z.T von der KVG und z.T. von einem Reisebüso gefahren. Die KVG fährt niederflurig, das Reisebüro nicht!

In vielen Bezirken fahren ab 20 Uhr Kleinbusse oder Taxiunternehmen den regulären  Fahrplan für die Hochbahn. Die Fahrzeuge sind nicht niederflurig.

Ein gern diskutiertes Thema ist auch die Aufstellung des Rollstuhls im Bus!
Die Hintergründe: Über Jahre hindurch hat die LAG (LandesArbeitsgemeinschaft Hamburg) in unermüdlicher Wiederholung die Tatsache verbreitet, dass sich Rollstuhlfahrer rückwärts (gegen die Fahrtrichtung an ein Polster!!) aufstellen müssen. Zu keiner Zeit hat die LAG darüber reflektiert, dass es für viele Arten von Rollstühlen überhaupt nicht möglich ist, sich gegen die Fahrtrichtung, also rückwärts, aufzustellen. In den Arbeitsgruppen wurde der LAG immer wieder mitgeteilt, dass sie das nicht zum Dogma machen solle. In jeder neuen Broschüre war es aber immer wieder zu lesen. Auch der Hochbahn wurde das so vermittelt. Diese fegte das zwar mit der Bemerkung: “wir wissen schon, dass das nicht für alle möglich ist und keiner zwingt einen Betroffenen” vom Tisch gefegt. Beseitigt wurde diese Vorgabe nicht. Bei der PVG gibt einen Busfahrer, der RollstuhlfahrerInnen die Einfahrt verwehrt oder auch zum Aussteigen zwingt, wenn man sich in Fahrtrichtung aufstellt oder  aufstellen will (geschehen April 2009). Wie diese Verzögerung die Fahrgäste begeistert, kann sich jeder vorstellen. Vorgeschoben wird dann ein EU-Gesetz, das der Sicherheit dient.

Nachdem es ja erlaubt ist, auch mit Fahrrädern Bus zu fahren, fragen wir uns ernsthaft, wozu dieses EU-Gesetz nötig ist: Zur Sicherheit bestimmt nicht, denn Kinderwagen, Rollatoren und Fahrräder können ja weiterhin beliebig irgendwo hingestellt werden.

Leider kommt uns der Gedanke immer mehr, dass sich bei diesen und anderen Regelungen eine schleichende, erneute Diskriminierung breit macht, die momentan voll an den RollstuhlfahrerInnen ausgelebt wird.

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